Jonathan Richman

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Jonathan Richman ist ewig jung, das konnte man zumindest einmal annehmen. Doch mittlerweile ist diese Behauptung nicht mehr so ganz haltbar, wenn man sich seine Konzerte anschaut, denn auch aus dem Jungen im blau-weiß geringelten T-Shirt ist ein Mann geworden.

Zumindest rein optisch. Er klingt eigentlich noch fast wie immer. Und man muss ja auch einräumen, dass es schlechterdings unmöglich ist, auf ewig so jugendlich auszusehen wie 1992 auf dem Cover des Albums „I, Jonathan“ – und damals war er schließlich auch bereits stolze 39 Jahre alt und hatte schon eine längere musikalische Laufbahn hinter sich: Mitte 20 brachte er 1976 mit seiner damaligen Band „The Modern Lovers“ seine erste Schallplatte heraus. Richman war als großer Fan der mit dem Künstler Andy Warhol assoziierten Gruppe „The Velvet Underground“ nach New York gekommen, um in der Factory-Szene Fuß zu fassen. Und tatsächlich klingt besonders ein Stück nach Velvet Underground – „I’m Straight“, das mit Hinblick auf körperlichen Substanzenmissbrauch so ziemlich das Gegenteil dessen war, was man mit Velvet Underground verband. Er feiert stets Unschuld und Freundlichkeit, auch wenn das nicht bedeutet, dass zwischen Wortwitz und Niedlichkeit nicht die traurigsten Geschichten der Welt abfallen könnten. Er verdingt sich bis heute als Musiker; das nennenswerteste Ereignis mit Hinblick auf die schwarzen Zahlen in Richmans Buchführung war vermutlich sein Gastauftritt als Sänger/Erzähler in der Hollywoodkomödie „Verrückt nach Mary“.

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