Ariel Marcus Rosenberg
Der werte Herr ist den meisten vermutlich besser bekannt unter seinem Pseudonym Ariel Pink und nimmt seit seiner Jugend höchst seltsame Musik auf. Erst in diesem Jahr wurde die Musikpresse im großen Stil auf ihn aufmerksam. Sicherlich hängt dies mit seinem frischen Plattendeal mit dem legendären Indie-Label 4AD zusammen, bei dem seinerzeit die Pixies veröffentlichten. War Pink seit ein paar Jahren schon kein Unbekannter mehr, so kommt die größere Beachtung doch erst jetzt, und das ist reichlich spät angesichts des Umstandes, dass Ariel seit nach eigenen Angaben bereits im zarten Alter von zehn Jahren begann, Songs zu schreiben und seit 14 Jahren diese auch aufnimmt. Vornehmlich auf Kassette: man sagt, es existierten Bänder mit sage und schreibe 500 eigenen Liedern. Im Jahre 2003 reichte er eine CD-R mit seinen Stücken beim Animal Collective ein, die damals noch nicht gemeinhin als Speerspitze der Avantgarde akzeptiert waren, sondern ihrerseits selbst noch als Geheimtipp galten. Und tatsächlich brachten sie seine Musik auf ihrem eigenen Label „Paw Tracks“ heraus. Mittlerweile ist Pink um die Welt getourt und wird aufgrund seiner Musik, die sich bei allen möglichen und unmöglichen Musikstilen bedient, von Größen wie Wayne Coyne von den Flaming Lips gefeiert. Und das mit Recht, bringt er es doch fertig, bei allem Eklektizismus ein stimmiges, aufregende Oeuvre darzubieten. Begann er mit Lo-Fi-Aufnahmen, so kommen mittlerweile auch teurere Produktionsmethoden zum tragen. Und das schadet der Musik auch nicht – ein alter Hase wie Pink weiß schon, wie die Technik genutzt werden muss, ohne dass sie der Musik abträglich wäre.
This entry is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through RSS 2.0. You can leave a response, or trackback from your own site.
-
No Comments
Post your comment