Die Krise als Chance nutzen

Add a comment

Die viele freie Zeit ist eher Last als Lust, sie drückt auf den Schultern, weil man eigentlich die Zeit nutzen müsste um sich zu bewerben, Ideen zu entwickeln sich weiterzubilden. Um die Zeit der Arbeitslosigkeit produktiv nutzen zu können, muss man es zunächst schaffen, von Versagensangst und Mutlosigkeit zu befreien.

Positive Einstellung macht erfolgreich

Eine Langzeitstudie zu psychischen Folgen von Arbeitslosigkeit hat es gezeigt: Die Einstellung Arbeitslosigkeit als Chance hilft sehr, wieder die Zeit ohne Job gut zu überstehen – auch wenn es für viele vielleicht erst einmal wie eine leere Floskel klingt. “Wenn Personen Arbeitslosigkeit auch als Chance sehen, dann weisen sie weniger psychosomatische Beschwerden auf, sind sie besser beim Überwinden von Hindernissen, sie sind aktiver, sie werden positiver durch den Interviewer bezüglich Eigeninitiative eingeschätzt und sie zeigen mehr Bildungsinitiative. Insgesamt ergibt sich damit ein beachtlicher positiver Effekt”, weiß Michael Frese, Verfasser der Studie. Und die Studie zeigt sogar ganz konkret, dass solche Menschen, die es schaffen, einen Sinn in der erzwungenen Auszeit zu sehen, auch eher wieder einen Job finden, als solche, die die Phase als Schlag des Schicksals begreifen.

Nicht mit Selbstvorwürfen zermürben

Aber wie soll man den Rat „positiv zu denken“ umsetzen? Auf keinen Fall sollte man sich gedanklich mit Dingen beschäftigen, die im bisherigen Leben schief gelaufen sind. Es ist nämlich eine häufiges Verhalten von Betroffenen, sich nach dem Verlust des Arbeitsplatzes mit solchen Rückschauen zu bestrafen und sich Vorhalten zu machen „Ach, hätte ich doch … Eiziges Resultat solcher Überlegungen, sind Mutlosigkeit oder gar Depressionen. Erwischt man sich also bei solchen Gedanken, gilt es den Fluss sofort zu unterbrechen. Stattdessen sollte man versuchen an Dinge zu denken, die gut gelaufen sind. Auch wem das jetzt etwas nach Selbsthypnose klingt, die Methode hilft.

Die eigenen Stärken bewusst machen

Auch ein guter Rat ist, sich selbst zu überlegen, was sie Stärken sind – auch wenn die zunächst nicht unmittelbar relevant für einen Job erscheinen. Meist kann man sie doch positiv in Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen unterbringen. Wenn nicht, helfen sie doch, das Selbstbewusstsein zu stärken.

Bei der Gestaltung des Tagesablaufes hilft eine feste Struktur. Täglich feste Aufgaben können auf einem Plan eingetragen werden, auch wenn nur zwei Stichpunkte auf dem Kalender stehen. Tagesaktuelle Erledigungen können gleich am Morgen hinzugefügt werden – das baut auf.

Und, ganz wichtig: Man sollte die Zeit zur Weiterbildung nutzen. Vor allem, wenn man im bisherigen beruflichen Werdegang nicht mehr viele Entwicklungsmöglichkeiten sieht, ist das eine Möglichkeit sich in eine Richtung weiterzubilden, die bisher vielleicht nur eine Idee oder ein Traum war. Die täglichen Aufgaben etwa beim Fernstudium helfen außerdem dabei, Erfolgserlebnisse zu verbuchen.

Und wenn man den Tag mit Weiterbildung und Bewerbungen verbracht haben, darf man das als Arbeit einstufen und sich Zeit nehmen zu entspannen.

This entry is filed under Allgemein. You can follow any responses to this entry through RSS 2.0. You can leave a response, or trackback from your own site.

  1. No Comments
Post your comment